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Leben

Leben

Huang Po: Du kannst den Geist nicht benutzen, um den Geist zu suchen.“ | „Triffst Du Buddha unterwegs, töte ihn.“

heißt für mich vor allem Veränderung, auf Wanderschaft sein. Hineingeworfen in eine unbegreifbare Welt stehen wir wohl alle, früher oder später, vor einigen existenziellen Fragen:

„Wozu bin ich hier? | Was ist meine Natur? | Was soll das alles?“

Um es mit den Worten Mark Twain’s zu sagen:

„Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum.“

Der Weg hin zur Erkenntnis ist letztendlich immer ein ganz individueller, den jeder nur für sich allein gehen kann. Wenn wir unterwegs Stillstand und Verkrustung in unseren Ansichten vermeiden wollen, müssen wir die Welt offen, bewusst, frei und nie dogmatisch erfahren lernen. Deshalb ist meine Grundausrichtung  die eines „Freigeistes“ im wahrsten Sinne des Wortes.

ZEN

Heisan ZEN

aufgewachsen in einer christlichen Tradition eröffneten sich mir, auch bedingt durch die Ausübung des Judosportes schon recht früh erste Einblicke in die Welt der „Östlichen Philosophien“. Die „Praxis des ZEN“ (ZAZEN) ist bis heute ein fester Bestandteil in meinem Tagesablauf,  ergänzt durch Taiji,  der Meditation in Bewegung. Erstaunlicherweise eröffnen sich durch die modernen Wissenschaften, insbesondere der Quantephysik aber auch der Bewustseins- und der Nahtodforschung, erstaunliche Parallelen und dieser Prozess ist längst noch nicht abgeschlossen.

Wer die Praxis des ZEN einmal kennenlernen möchte, hier eine Möglichkeit von vielen:
„choka-sangha“ in Steyerberg.

im ZEN ist das Wort nicht viel wert, gilt es doch die Konditionierungen des begrifflichen Denkens von Geburt an, zu durchbrechen. Dennoch gibt es eine Fülle an Literatur und mittlerweile auch „alternative Medien“ zum Thema. Die Versuchung, durch das Studium der Schriften lediglich den Verstand zu mästen, ist nicht zu unterschätzen.  

Dennoch hier einige Quellen nur um das Interesse zu wecken, nicht mehr:

Den Weg studieren bedeutet,
sich selbst studieren.
Sich selbst studieren bedeutet,
sich selbst vergessen.
Sich selbst vergessen bedeutet,
in Harmonie zu sein mit allem,
was uns umgibt.

Dogen Zenji (Lehrer des japanischen Zen-Buddhismus)

Einiges aus Praxis und Erfahrung

„Das Ich aus der Sicht des Zen-Buddhismus: Was heißt es im praktischen Alltag?“

Benediktushof – Zentrum Meditation und Achtsamkeit

White ZEN  (diese Interpretation des ZEN gefällt mir am Besten)

Heisan ZEN: Tagebuch eines ZEN-Schülers (Beitrag vom 6. Okt 2020)

Religion ohne Gott – ZEN-Buddhismus – ’scilogs.spektrum.de‘… als .pdf

Texte zum ZEN

Einer der Texte „Das ganze Geheimnis des ZEN“ hätte tatsächlich von mir selbst sein können…

Mein Kater ist gestorben. Ich weiß nicht so recht, wohin mit meiner Trauer. Er fehlt mir. Wir haben ihn im Garten unter dem Pflaumenbaum beerdigt, und ich stand den ganzen Tag neben mir. Am nächsten Tag habe ich versucht, nicht zu viel an die vor meinen Augen einschlafende Katze zu denken, am übernächsten Tag war ich dafür ganz hinüber.

Sowieso: Ich habe viel zu viel zu tun, rotiere den ganzen Tag und denke in der Nacht eher an Arbeit als an die Katze. Was bringt der morgige Tag? Wie überlebe ich die nächsten Wochen? Wie soll man nur die vielen Projekte auf einen Nenner bringen, die Termine einhalten, nebenbei noch Sport treiben – und Zeit für die Familie haben? Und was ist mit all dem, was mir noch am Herzen liegt?

Und dann sind da noch: das Klima, Kriege und Konflikte, Terror und Flüchtlinge, Arm und Reich, Politik und Medien, Renteninformation und Mieterhöhung …

Manchmal hasse ich das Meditieren

Im Moment habe ich oft Probleme einzuschlafen. Dann, kaum geschehen, weckt mich das schreiende Baby. Ich liebe dieses kleine Mädchen. Dass ich in der Nacht zu wenig Schlaf bekomme: was soll’s. Man ist nur einmal jung! Irgendwann am nächsten Tag rächt sich der Schlafentzug aber: Ich schaffe meine Arbeit nicht… Und am Abend liege ich wach und mache mir erneut, noch immer, Sorgen.

Es gibt nur eines, was ich tun kann, während ich auf den Schlaf warte: Aufstehen. Auf den Dachboden klettern. Mich aufs Kissen sitzen. Und irgendwie, irgendwie versuchen, mich auf meinen Atem zu konzentrieren.

Es gibt Zeiten, da hasse ich das Meditieren. Gerade eben ist es wieder einmal so weit. Warum? Weil ich einfach nicht weiß, warum ich das tue. Als hätte ich nicht sowieso zu wenig Zeit, sitze ich täglich mindestens eine halbe Stunde schweigend herum, versuche, meine Gedanken loszulassen und denke währenddessen an alles, was den Tag so durch mich hindurchgeht. Sterben und Trauer, Angst und Einsamkeit, Arbeit und Sinnlosigkeit, Politisches und Persönliches, wie etwa die Frage, ob ich mir einen neuen Computer kaufen sollte, obwohl ich Computer doch eigentlich total besch… finde.

Ein besserer Mensch werde ich so nicht.

Und dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, in der auch die letzten Vögel vor dem Fenster verstummt sind, der Staub im Raum sich noch ein paar Millimeter tiefer in dem leeren Raum hinabgesenkt hat, dessen Stille bis vor wenigen Tagen ein das Katzenklo (oder mich) suchender Kater gestört hat, gerade als meine Gedankenpyramide auf ihrem höchsten zu erreichenden Punkt angelangt ist – da falle ich durch alle Konjunktive und Imperative, Bedeutungen und Sehnsüchte, durch alle als und obs und wenns und wiesos hindurch auf den Boden der Tatsachen:

Ich komme in dem Raum, in dem ich seit längerem sitze, an.

Ich spüre, wie mein Atem geht, ganz unabhängig von allen Aufregungen.

Ich nehme wahr, dass alles da ist, genau jetzt, genau hier, egal, was ich gerade vermisse und wo ich mich in Gedanken herumtreibe.

Es gibt eine Welt außerhalb meiner Gedanken.

“I get on the cushion each day to survive it.”

Neulich hat Brad Warner beschrieben, warum er Zazen praktiziert. In Why I Do Zazen schreibt er:

I’m bitter, resentful, angry, socially awkward and not easy to get to know. When I stress out, I stress all the way out. For me, Zen practice hasn’t been a way to go from well-adjusted guy to All Knowing and All Seeing Master, full of beauty and bliss and rainbows. It’s been a way to keep from going completely off the deep end. … When I sit down on my little cushion in my little apartment each morning and night I know that as boring and silly as sitting there looking at my closet door for half an hour might seem — even to me! — it’s what makes the rest of my life even possible. … I get on the cushion each day to survive it.

Vielleicht bin zu rational, zu nüchtern, zu abgeklärt, vielleicht habe ich nichts verstanden. Aber Zen ist – wie jede andere spirituelle Praxis – kein Weg zu einer höheren, besseren Wirklichkeit; Erleuchtung ist nichts anderes als wahrzunehmen, dass ich nicht das Zentrum des Universums bin.

Es gibt eine Welt außerhalb meiner Gedanken, jenseits meiner Konzepte und ungeachtet meiner Begierden. Mich in Achtung und Dankbarkeit und Demut dieser Welt gegenüber zu üben, das ist, in meinen Augen, das ganze verdammte Geheimnis des Zen.)

Zitate aus HESSE’s SIDDHARTHA. ‚transformation.net‚ | Hermann Hesse: SIDDHARTHA (pdf)

Eine Textpassage aus SIDDHARTHA möchte ich herausstellen:

„Von jeder Wahrheit ist das Gegenteil ebenso wahr! Nämlich so: eine Wahrheit lässt sich immer nur aussprechen und in Worte hüllen, wenn sie einseitig ist. Einseitig ist alles, was mit Gedanken gedacht und mit Worten gesagt werden kann, alles einseitig, alles halb, alles entbehrt der Ganzheit, des Runden, der Einheit.“

 

Alles ist der „Eine Geist“ (Der Geist des Zen, die legendären Aussprüche und Ansprachen des Huang-po).

Zen-Meister Zensho W. Kopp „Alles ist der Eine Geist“

(Gespeicherte Version)

(Ausschnitt aus seinem Dharma Vortrag „Alles ist der Eine Geist“ im Zen-Zentrum Tao Chan.)

(In seiner Lehre vom Einen Geist hat Huang-po die „Leerheit“, den Kernbegriff des Mahayana-Buddhismus, auf eine einmalig klare und lebensnahe Weise erklärt. Die überlieferten Unterweisungen sind so zu einem Juwel innerhalb der Zen-Literatur geworden. Wie viele der großen Weisen der Welt hat Huang-po nichts Schriftliches hinterlassen. Der Meister hat immer darauf bestanden, dass sein Wort nur im Augenblick des Sprechens wirken solle. Umso kostbarer sind deshalb die wenigen gesammelten Aussprüche und überlieferten Dialoge, die sich durch eine einzigartige Prägnanz auszeichnen. Als Meister vom Rang eines Lao-tse, Ramana Maharshi oder Meister Eckhart reiht sich Huang-po in die Linie der großen spirituellen Lehrer der Menschheit ein. Sein Werk gehört zu den Klassikern der spirituellen Weltliteratur).

Der japanische Zen Gelehrte Daisetz Suzuki ‚WDR5‘

Gespräch über „Meister Eckhart“ ‚Karlfried Graf Dürkheim (Buchautor: Hara, die Ermitte des Menschen)

Ein Coach des Bogenschießens über das japanische Bogenschießen (Buch: ZEN in der Kunst des Bogenschießens von Eugen Herrigel. ‚YouTube (Link)‘

Jack Kornfield

Bewusstsein & Geist – Buddhismus (Hörbuch)

OM Chanting @ 432 Hz ‚Meditative Mine

AUM CHANTING ~ OM bei 396 Hz

Klangschalen-Soundhealing

vor allem durch das Studium östlicher Philosophien, eng verbunden damit sind zwangsläufig Erkenntnisse über das einfache Klosterleben, führten dazu mich mit dem Thema Ernährung intensiv zu befassen. Details hierzu findet Ihr hier

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